„Made in Bangladesh“

Made-In-Bangladesh

Es geht auch anders! Knapp ein Jahr nach dem Einsturz des Rana Plaza-Gebäudes in Bangladesh, bei dem über tausend Menschen starben, zeigt das Berliner Label Folkdays, dass „Made in Bangladesh“ sehr wohl möglich ist.
Die beiden Folkdays-Gründerinnen Lisa Jaspers und Heidi Strøm sind nämlich exakt dorthin gereist, wo die textile Massenproduktion stattfindet – unter welchen Bedingungen, ist mittlerweile hinreichend bekannt. Dass hier in Bangladesh und Indien auch kleine Manufakturen existieren, in denen unter fairen Bedingungen wunderschöne Produkte hergestellt werden, konnte man bislang hierzulande nur erahnen. Lisa Jaspers und Heidi Strøm sahen genau hier ihre Herausforderung: „Häufig reagieren Menschen auf Unglücke wie den Fabrikeinsturz in Bangladesch, indem sie keine Produkte ‚Made in Bangladesh’ mehr kaufen. Wir wollen zeigen, dass es möglich ist, auch in diesen Ländern Manufakturen zu finden, die unter fairen Arbeitsbedingungen produzieren. Denn Bangladesch ist immer noch eines der ärmsten Länder der Welt und Exporte in westliche Länder generieren wichtige Einkünfte für die Menschen vor Ort“.
Die vielfältigen Accessoires und Interior-Gegenstände, die Lisa und Heidi mitgebracht haben, reichen von Taschen in der aufwendigen Strick-Technik „Nakshi Kanta“, die in ländlichen Gebieten über Generationen hinweg perfektioniert wurde, bis hin zu farbenfrohen Kelims, die jede Couchgarnitur aufwerten. Auch die bengalischen Jute-Produkte haben insbesondere die gelernte Textil-Designerin Heidi Strøm begeistert: „Jute ist ein sehr robustes Material, das seit Jahrhunderten in Bangladesch kultiviert und verarbeitet wird. Färbt man diese auf Naturbasis und passt die Schnitte an, entstehen die perfekten Shopper und Strandbegleiter”.
Die Liebe zu Handwerk und Tradition ist bei sämtlichen Folkdays-Artikeln unübersehbar, der Unikat-Charakter ergibt sich von selbst. Definitiv eine Alternative zu den austauschbaren Massenprodukten, die üblicherweise das Prädikat „Made in Bangladesh“ tragen. Dank des persönlichen Kontaktes zwischen Folkdays-Gründerinnen und Handwerkern und durch das Vermeiden von Zwischenhändlern, profitieren alle Beteiligten von dieser Kooperation. Die Arbeiter in den Manufakturen werden fair entlohnt und erfahren echte Wertschätzung für ihre Arbeit, wir Fashion Fans in der westlichen Hemisphäre können einzigartige Produkte erstehen.

Übrigens: Seit dem 24. April 2014, dem Jahrestag des Rana Plaza-Einsturzes, sind die Fashion und Interior Accessoires online auf www.folkdays.com erhältlich.